Der Tabakrauch setzt mehr als 4'000 Stoffe frei, darunter 20, die als krebserregend identifiziert sind. Die wichtigsten davon sind Nikotin, Kohlenmonoxid und Teer.
Das Risiko, an Herz-Kreislaufkrankheiten zu leiden, senkt sich nach dem Rauchstopp in wenigen Jahren bis zum Niveau der Nie-Raucher.
Das Risiko für Atemweg- Lungenkrankheiten senkt sich in etwa 10 Jahren nach dem Rauchstopp auf dasjenige der Nie-Raucher. Ausgenommen sind Emphysem und Lungenkrebs. Dort sind Schäden nicht rückgängig zu machen.
Nikotin
Psychoaktive Substanz, vergleichbar mit Kokain. Hohes Abhängigkeitspotential (Abhängigkeit bildet sich rasch und heftig).
Angenehme Wirkung: Anregend, entspannend, befriedigend, positiv, euphorisch
Unangenehme Wirkung: Rezeptoren im Hirn gewöhnen sich ans Nikotin und verlangen immer wieder danach. Deshalb können beim Rauchstopp manchmal Entzugserscheinungen entstehen. Erhöht den Blutdruck und verengt die Gefässe, wodurch Herz und Blutgefässe überdurchschnittlich belastet werden.
Kohlenmonoxid (CO)
Entsteht in jedem Rauch. Wird nie so konzentriert eingeatmet wie aus dem Zigarettenrauch. Bergarbeiter unter Tag, die einen Gehalt von 50ppm CO in der Ausatmungsluft aufweisen, müssen aus Sicherheitsgründen an die frische Luft. Raucher weisen oft einen höheren Gehalt CO auf.
Angenehme Wirkung: keine
Unangenehme Wirkung: Bindet sich an die roten Blutkörperchen und wird so durch die Blutbahnen transportiert. Dort, wo sich CO binden kann, sind die Dockingstationen an den roten Blutkörperchen besetzt und lassen den langsameren Sauerstoff nicht heran. Der Sauerstoff wird ungenutzt wieder ausgeatmet. So kann bis zu 15% Sauerstoff verloren gehen. Die ungenügend versorgten Blutgefässe verkalken. Die Kalkschicht lässt weniger Blut durchfliessen. Zusammen mit der Gefässverengung durch das Nikotin arbeiten als erste die feinsten Blutgefässe (an den Extremitäten) nicht mehr richtig. Bei starker Verkalkung der Blutgefässe beim Herz drohen Gefässverschluss und Herzinfarkt.
Teer
Wird normalerweise zum Kleben von Belägen gebraucht. So wirkt er auch in den Atemwegen und auf den Lungen.
Angenehme Wirkung: keine
Unangenehme Wirkung: Die Flimmerhärchen in der Luftröhre haben die Aufgabe, in wogenden Aufwärtsbewegungen eingeatmeten Staub, Schmutz und Krankheitskeime in den Schleimpfröpfchen verpackt aus dem Körper zu befördern, damit sie sich gar nicht erst auf der Lunge absetzen können. Verkleben die Flimmerhärchen, dann arbeiten sie nicht mehr, sterben sogar mit der Zeit ab, und alle kleinen durch die Nase oder durch den Mund eingeatmeten Partikel können ungehindert zur Lunge gelangen. Dort verhindern sie das kraftvolle Zusammenziehen der Lungenbläschen für die gründliche Ausatmung, um neuer Luft und damit neuem Sauerstoff Raum zu geben. Im schlimmsten Fall gestatten die lahmen Lungenbläschen fremden Zellen, sich festzusetzen, zu wachsen und sich zu verbreiten.
Quelle: AT Schweiz